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Markus Paul GmbH - Betriebliche Kinderbetreuung

Aktuelles

425 % ROI: Warum betriebliche Kinderbetreuung die klügste HR-Investition ist

Juni 2026

Unternehmen geben Zehntausende für Employer-Branding-Kampagnen aus. Der ROI davon? Schwer messbar. Kinderbetreuung dagegen lässt sich konkret durchrechnen. Und das Ergebnis überrascht.

 

Die Frage, die sich HR-Abteilungen selten stellen

Was kostet es, einen Mitarbeitenden zu ersetzen? Recruiting, Einarbeitung, Produktivitätsverlust während der Übergangszeit, das alles summiert sich laut Studien auf bis zu das Zweifache des Jahresgehalts einer Person.

Und was kostet es, ihn zu halten? Diese Frage wird in vielen HR-Abteilungen zu selten gestellt. Betriebliche Kinderbetreuung ist eine Antwort darauf, die sich rechnet. Nicht als Bauchgefühl, sondern als belegbare Zahl.

 

Was eine Studie von BCG und Moms First zeigt

Im März 2024 veröffentlichten Boston Consulting Group und die US-Organisation Moms First eine Analyse mit dem Titel „The Employee Benefit That Pays for Itself“. Dafür wurden fünf US-amerikanische Unternehmen untersucht, die aktiv in Kinderbetreuungsleistungen investieren, darunter Etsy, UPS, Fast Retailing, Synchrony und Steamboat.

Das Ergebnis: Alle fünf Unternehmen erzielten einen positiven Return on Investment. Der niedrigste lag bei 90 Prozent, der höchste bei 425 Prozent. BCG berechnete dabei ausschließlich die messbaren finanziellen Effekte aus verbesserter Mitarbeiterbindung und reduzierter Fehlzeiten, also bewusst ohne weiche Faktoren wie Unternehmenskultur oder Arbeitgeberimage.

Bereits die Bindung von nur 1 Prozent der berechtigten Mitarbeitenden reicht aus, um die gesamten Kosten der Kinderbetreuungsleistungen zu decken.

Die Studie stammt aus den USA, wo das öffentliche Betreuungssystem strukturell schwächer aufgestellt ist als in Deutschland. Der Grundmechanismus dahinter gilt aber universell: Eltern die wissen, dass ihre Kinder gut betreut sind, fehlen seltener, bleiben länger und arbeiten konzentrierter.

 

Was bei den untersuchten Unternehmen konkret passiert ist

Die Studie liefert keine abstrakten Durchschnittswerte, sondern konkrete Einblicke in fünf Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Strukturen.

Bei UPS führte ein dreimonatiges Pilotprogramm mit Notfallbetreuung direkt im Werk zu einer Steigerung der Retentionsrate bei Schichtarbeitern von 69 auf 96 Prozent. Eine Mitarbeiterin, die wegen fehlender Kinderbetreuung fast ihren Job verloren hätte, wurde innerhalb eines Monats zur Schichtleiterin befördert.

Etsy bietet Backup-Betreuungsguthaben und einen jährlichen Lebenshaltungszuschuss. 82 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass die Kinderbetreuungsleistungen bei ihrer Entscheidung für das Unternehmen eine Rolle gespielt haben.

Synchrony verzeichnete durch 60 Tage jährlicher Backup-Betreuung eine Reduktion unerwarteter Fehlzeiten um 45 Prozent. Was diese Beispiele gemeinsam haben: Kinderbetreuung wirkt nicht nur auf die Person die das Angebot nutzt, sondern strahlt in das gesamte Umfeld aus.

 

Was die Zahlen konkret bedeuten

Aus allen fünf untersuchten Unternehmen destilliert die Studie drei Kerneffekte, die sich finanziell beziffern lassen.

Mitarbeiterbindung: Bis zu 86 Prozent der Eltern gaben an, aufgrund der Kinderbetreuungsleistungen eher bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. Je höher die Fluktuationskosten, desto größer der finanzielle Hebel.

Weniger Fehlzeiten: Eltern vermieden durch die Betreuungsangebote im Schnitt bis zu 16 Abwesenheitstage pro Jahr. Das entspricht mehr als zwei Arbeitswochen, die dem Unternehmen erhalten bleiben.

Karriereentwicklung: 78 Prozent der befragten Eltern berichteten von positiven Auswirkungen auf ihre berufliche Entwicklung. Eltern die nicht zwischen Job und Kind wählen müssen, übernehmen häufiger Verantwortung und entwickeln sich weiter.

 

Die Verbindung zum deutschen Arbeitsmarkt

In Deutschland fehlen laut Institut der deutschen Wirtschaft aktuell rund 300.000 Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren. 54 Prozent der erwerbstätigen Eltern waren laut einer WSI-Studie der Hans-Böckler-Stiftung bereits mit kurzfristigen Schließungen oder verkürzten Betreuungszeiten konfrontiert. 30 Prozent reagierten mit einer Reduktion ihrer Arbeitszeit.

Besonders gravierend ist der Effekt bei Müttern nach der Elternzeit. Laut einer Stepstone-Studie reduzieren drei von vier Müttern nach der Rückkehr ihre Arbeitszeit, obwohl 65 Prozent Vollzeit arbeiten würden, wenn die Kinderbetreuung gesichert wäre. Unternehmen verlieren hier kein Personal das weniger arbeiten will, sondern Potenzial das schlicht keine Alternative hat.

Betriebliche Kinderbetreuung ist keine Sozialleistung. Sie ist ein Instrument, das nachweislich Produktivität sichert, Fluktuation reduziert und Fachkräfte bindet.

 

Wie Unternehmen ihren eigenen ROI berechnen können

BCG empfiehlt Unternehmen, den finanziellen Effekt ihrer Kinderbetreuungsleistungen selbst zu messen. Die Methodik besteht aus vier Kennzahlen.

Erstens die Fluktuationskosten pro Stelle: Faustregel zwischen 50 und 200 Prozent des Jahresgehalts. Zweitens die elterliche Fluktuationsrate: Wie viele Eltern verlassen das Unternehmen jährlich aus Vereinbarkeitsgründen? Drittens die Fehlzeitenkosten durch Betreuungsausfälle. Viertens die Teilzeitquote unter Eltern, die mehr arbeiten würden, wenn die Betreuung gesichert wäre.

Diese vier Kennzahlen ergeben die Kostenbasis für fehlende Kinderbetreuung. Um das greifbar zu machen, ein konkretes Rechenbeispiel.

 

Rechenbeispiel: Was Fluktuation wirklich kostet

Ausgangssituation: Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden, davon 60 Elternteile mit schulpflichtigen Kindern. Das Unternehmen bucht fünf Betreuungswochen pro Jahr: eine Woche in den Osterferien, drei Wochen in den Sommerferien und eine Woche in den Herbstferien, jeweils mit 25 Kindern.

 

Was die Betreuung kostet

Die Gesamtkosten für betriebliche Ferienbetreuung liegen bei der Markus Paul GmbH bei 200 bis 450 Euro pro Kind und Woche, inklusive Verpflegung, Ausflugsleistungen und Materialien. Üblicherweise tragen die Eltern 30 bis 50 Prozent davon selbst.

Im Beispiel: 450 Euro Gesamtkosten pro Kind und Woche, Elternanteil 30 Prozent. Das Unternehmen trägt 315 Euro pro Kind und Woche.

1x Osterwoche: 25 Kinder × 315 Euro = 7.875 Euro

3x Sommerwoche: 25 Kinder × 315 Euro × 3 Wochen = 23.625 Euro

1x Herbstwoche: 25 Kinder × 315 Euro = 7.875 Euro

Gesamtkosten für 5 Wochen Ferienbetreuung mit 125 Betreuungsplätzen: 39.375 Euro

 

Was Fluktuation kostet

Laut Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2023 des IW Köln leiden 30,4 Prozent der Unternehmen ohne Familienfreundlichkeit unter zu hoher Fluktuation, bei familienfreundlichen Unternehmen sind es nur 19 Prozent.

Im Beispiel: Von 60 Elternteilen verlassen 30,4 Prozent das Unternehmen ohne Familienfreundlichkeit pro Jahr, also rund 18 Personen. Mit Familienfreundlichkeit sind es 19 Prozent, also rund 11 Personen. Das ergibt 7 vermiedene Kündigungen pro Jahr.

Bei einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 45.000 Euro und konservativen Wiederbesetzungskosten von 75 Prozent kostet jede Neubesetzung rund 33.750 Euro.

7 vermiedene Kündigungen × 33.750 Euro = 236.250 Euro jährliche Einsparung

 

5 Wochen Ferienbetreuung für 125 Kinder kosten das Unternehmen 39.375 Euro. Die Einsparung durch reduzierte Fluktuation beträgt 236.250 Euro. Der ROI ist bereits im ersten Jahr deutlich positiv – und dabei sind Fehlzeiten, Teilzeiteffekte und Employer-Branding-Gewinne noch nicht eingerechnet.

Diese Rechnung basiert auf konservativen Annahmen. Die tatsächlichen Zahlen variieren je nach Unternehmensstruktur, Gehaltsband und Betreuungsumfang.

 

Wie betriebliche Kinderbetreuung konkret wirkt

Bei der Markus Paul GmbH setzen wir seit über zehn Jahren auf ein flexibles Modell, das aus drei Bausteinen besteht.

Betriebliche Ferienbetreuung ist der Kernbaustein. Arbeitgeber und Eltern teilen sich die Kosten, das Unternehmen bezuschusst die Organisation vor Ort, die Eltern zahlen einen fairen Elternbeitrag. Die sechs Wochen Sommerferien die auf dreißig Tage Jahresurlaub treffen, sind für viele Familien das größte jährliche Planungsproblem. Wer dieses Problem löst, löst es nachhaltig.

Kindernotfallbetreuung greift dort, wo Ferienbetreuung nicht hilft. Wenn die Kita morgens kurzfristig schließt, wenn ein Geschäftstermin ungeplant reinkommt oder die Tagesmutter ausfällt, organisieren wir innerhalb von 24 Stunden eine Lösung. Das Angebot gilt ab dem U3-Bereich.

Kinderbetreuung bei Firmenveranstaltungen ermöglicht echte Teilhabe. Auf dem Sommerfest, bei der Jahrestagung oder beim Team-Event müssen Eltern nicht mehr wählen zwischen Dabeisein und Familie. Sie können die Familie einfach mitbringen.

Der Effekt ist direkt messbar. Eltern die wissen, dass ihre Kinder gut betreut sind, kommen entlastet zur Arbeit. Betreuungslücken werden nicht mehr mit Krankmeldungen oder kurzfristigem Urlaub überbrückt. Und Unternehmen die dieses Angebot machen, positionieren sich als Arbeitgeber, dem Vereinbarkeit nicht nur auf der Karriereseite steht, sondern im Alltag spürbar wird.

 

Fazit

Die Frage ist nicht, ob betriebliche Kinderbetreuung etwas kostet. Die Frage ist, was es kostet, sie nicht anzubieten. Fluktuation, Fehlzeiten, Teilzeitfallen und sinkende Mitarbeiterzufriedenheit haben einen Preis, der in den wenigsten Unternehmen je ausgerechnet wird.

Die BCG-Studie liefert erstmals belastbare Zahlen dafür, dass sich die Investition rechnet. Wer den ROI von Kinderbetreuungsangeboten nicht misst, kann ihn nicht verteidigen. Wer ihn misst, wird selten zurückgehen wollen.

Sie möchten wissen, wie betriebliche Kinderbetreuung bei Ihnen konkret aussehen kann? Sprechen Sie uns an: www.e-markuspaul.de/kontakt

 

Quellen

[1]   Moms First / Boston Consulting Group: The Employee Benefit That Pays for Itself (März 2024) - momsfirst.us/roi-childcare-report

[2]   WSI-Studie, Hans-Böckler-Stiftung: Plötzlicher Wegfall von Kinderbetreuung (2026)

[3]   Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln): Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2023, Hammermann/Stettes

[4]   Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln): Fehlende Kita-Plätze (2025) - iwkoeln.de

[5]   Stepstone Group: Elternzeit vor allem für Frauen Wendepunkt in der Karriere (2024)

[6]   The Best Place for Working Parents: Backup Child Care Report (2026)

[7]   Markus Paul GmbH: Preisstruktur betriebliche Ferienbetreuung - www.e-markuspaul.de


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